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Von der Integration zur Inklusion

Kinder, die von Benachteiligung bedroht sind, haben ein Recht auf gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, auf Vermeidung von Benachteiligungen und das unabhängig von ihrer Herkunft, ihres sozialen Standes und ihrer körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Integration bedeutet die gleichberechtigte Teilhabe aller Kinder am Kitaalltag. Dafür werden verbesserte Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt. Als Voraussetzung muss der erhöhte Betreuungsbedarf eines Kindes individuell festgestellt werden.

 

In 4 verschiedenen Bereichen werden zu den Regelkindern je 4 Integrationskinder von einer Erzieherin und einer heilpädagogischer Fachkraft gemeinsam begleitet.

Eine solche Betreuungsform benötigt die Einwilligung bzw. den Wunsch der Eltern.

  • Das weitere Verfahren beinhaltet:
  • Ein Beratungsgespräch mit den Eltern zu Haus.
  • Die Feststellung des erhöhten Betreuungsbedarfs durch den Amtsarzt..
  • Einreichen des Antrags auf Eingliederungshilfe (SGB XII) beim zuständigen Sozialamt.
  • Danach ca. sechswöchige intensive Beobachtung des Kindes in der Gruppe durch den Integrationserzieher.
  • Anschließend erfolgt ein Hilfeplangespräch mit Eltern, Erzieher, Leitung, MA d. Sozialamts, Therapeuten in der Kita über Schwerpunkte der Förderung.
  • Nach weiteren 4 - 6 Wochen: Der Förderplan wird erstellt. Dieser umfasst die Bereiche Grob- und Feinmotorik, Wahrnehmung, Denken, Sprache, Sozialverhalten und Spielverhalten des Kindes.
  • Im April wird der Entwicklungsbericht und Förderplan aktualisiert. Er hat ein Jahr Gültigkeit und wird in Abstimmung mit den Eltern erstellt.

Jedes Kind sehen wir als eine eigenständige Persönlichkeit mit seinem eigenen Entwicklungstempo und Fähigkeiten. Es hat ein Recht auf eine differenzierte Betrachtung und der sich daraus ergebenden Begleitung und Förderung. Um Potentiale und Chancen zu gewährleisten, arbeiten alle Beteiligten interdisziplinär zusammen. Dies sind: Eltern, Logopäden, Ergotherapeuten, Psychologen, Psychiater, Jugend- und Sozialamt, Schulen und gegebenenfalls weitere. Ferner steht in der Kita ein zusätzlicher Raum für individuelle Bedarfe zur Verfügung. Entspannung, Arbeit in Kleingruppen und individueller Förderung werden hier Raum gegeben.

 

Unsere Integrationserzieher treffen sich circa monatlich in einer Arbeitsgemeinschaft zum fachlichen Austausch. Darüber hinaus unterstützt unser Träger Weiterbildungsangebote in Multiplikatorengruppen. Dies ermöglicht uns einen einrichtungsübergreifenden Dialog bei der Lösung von Problemen.