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Wir sind auf dem Weg...

Unser Leitbild erarbeiteten wir uns in einem Prozess, der ein Jahr dauerte (2013/2014). Unterstützt durch Fortbildner, organisiert durch gebildete Arbeitsgruppen, gestützt durch Fachliteratur und mit Hilfe von Schließtagen und -nachmittagen haben wir uns Leitsätze erarbeitet, die uns im Alltag bei der Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern und Kollegen wichtig sind.

Wi verstehen die Leitsätze nicht als sofort gegeben und umgesetzt. Sie leiten uns eher und dienen uns al Roter Faden im Alltag und zeigen, in welche Richtung sich die Kindertagesstätte qualitativ weiterentwickeln wird.

Sie haben Fragen zum Leitbild? Sprechen Sie einfach die Pädagogen unseres Hauses oder die Leitung an.

Unser Leitbild

Wir verstehen uns als Bildungsort für Kinder, Familien und Fachkräfte.

Kinder

  • Die Individualität des Kindes steht bei uns im Mittelpunkt.
  • Pädagogische Standards1 und die Reflexion pädagogischen Handelns dienen uns als Orientierung, um Vereinbarungen für ein gemeinsames pädagogisches Handeln zu treffen.
  • Wir sehen uns als Begleiter2, die eine anregende und entwicklungsfördernde Lernumgebung3 schaffen, indem wir Material entsprechend der individuellen Interessen des Kindes zusammenstellen.
  • Wir achten darauf, dass Materialien und Räume den Kindern frei zur Verfügung stehen.
  • Für eine wertschätzende Darbietung der Kinderwerke schaffen wir Ausstellungsflächen.
  • Wir gestalten Themenräume, Spielorte und vielfältige Angebote, die alle Bildungsbereiche abdecken und sich an den Themen und Interessen der Kinderorientieren. Zusätzlich sorgen wir in jedem Raum für eine Grundausstattung an Materialien.
  • Wir ermutigen und unterstützen die Kinder, sich entsprechend der aktuellen Hausregeln frei im Haus zu bewegen und Angebote wahrzunehmen.
  • Unter Beachtung ihres Entwicklungsstandes und einheitlicher Regeln geben wir Kindern die Möglichkeit, festgelegte Räume frei von Erwachsenen zu nutzen.
  • Wir räumen Kindern die Möglichkeit ein, ihre angefangenen Tätigkeiten zu Ende zu führen.
  • Wir beobachten und dokumentieren nach einheitlichen Standards, greifen die Bedürfnisse und Bildungsthemen der Kinder auf und setzten gezielte Impulse.
  • Gemeinsam mit den Kindern stellen wir allgemein verbindliche Grundregeln auf, die wir mit ihnen zusammen im Alltag leben. Wir sorgen für eine bildliche Darstellung in jedem Raum.
  • Wir stellen sicher, dass alle Kinder das An- und Abmeldesystem umsetzen. An einemzentralen Ort machen wir sichtbar, welche Räume, Angebote und Ansprechpartner am aktuellen Tag zur Verfügung stehen.
  • Wir orientieren uns im Tagesablauf an den Bedürfnissen und Entwicklungsständen der Kinder und schaffen ihnen entsprechende Möglichkeiten. Mit Kindern entwickeln und leben wir Rituale4.
  • Wir nehmen die Bedürfnisse der Kinder sensibel wahr, ermutigen sie, diese zu äußern und nach Lösungen zu suchen. Wir haben Vertrauen in die Fähigkeiten der Kinder und unterstützen sie bei der Übernahme von Verantwortung für ihren Körper, ihre eigenes Handeln und für die Gemeinschaft.
  • Wir fördern das Explorationsverhalten5 der Kinder. Wir sehen Fehler als Chance zu lernen, halten uns zurück, beobachten und greifen nur in Gefahrensituationen ein.
  • Wir vermitteln Kindern ihre Rechte6 und unterstützen sie dabei, diese wahrzunehmen. Wir bieten ihnen Möglichkeiten, den Kindergartenalltag aktiv mitzugestalten.
  • Durch unser eigenes Verhalten 7 stellen wir ein Vorbild für die Kinder das und vermitteln Werte und Normen.
  • Mittels Beobachtung analysieren wir die familiäre Situation und die körperlichen sowie geistigen Voraussetzungen. Dies ermöglicht es uns, die Individualität des Kindes als Bildungspotenzial zu nutzen.

Familien

  • Wir beachten die Bedürfnisse aller Familien, indem wir auf sie zu aktiv zugehen und Interesse zeigen.
  • Wir hören ihnen zu und bieten allen Gespräche an, um sie in ihrer elterlichen Verantwortung8 zu unterstützen. Wir bieten Eltern verschiedene Formen von Elterngesprächen und anderen Elternveranstaltungen an. Dadurch lernen wir uns näher kennen und streben eine wertschätzende Zusammenarbeit an.
  • Zur weiterführenden Unterstützung über den Kita- Alltag hinaus vermitteln wir den Kontakt zu unserer Sozialpädagogin.
  • Wir nutzen Elterngespräche und- veranstaltungen, die Homepage und Aushänge, um Eltern mit der Hausordnung vertraut zu machen und ihre Fähigkeiten, Fertigkeiten und Interessen zu erfragen. Wir ermutigen Eltern, diese aktiv in den Kindergartenalltag einzubringen.
  • Hinweise und Beschwerden nehmen wir entgegen und geben zeitnah Rückmeldung. Für den Umgang mit Kritik nutzen wir ein Beschwerdemanagement.
  • Durch verschiedene Formen der Dokumentation veranschaulichen wir das Kindergartenleben9.

Erzieher

  • Durch kontinuierlichen Austausch sowie Absprachen in unterschiedlichen Plattformen schaffen wir eine Atmosphäre der gegenseitigen Akzeptanz, Wertschätzung und Verlässlichkeit.
  • Freundlichkeit, Humor, Ehrlichkeit und Hilfsbereitschaft leiten dabei unser Handeln, führen zu einem Zusammenhalt und gemeinsamen Auftreten nach innen und außen.
  • Wir bestärken uns gegenseitig, gemeinsam entwickelte Ziele zu leben. Dazu geben wir uns gegenseitiges Feedback.
  • Für die Umsetzung der pädagogischen Ziele, den gemeinsamen Dialog und Entscheidungsfindungen planen wir, innerhalb des vorgegebenen Rahmens, unser Zeitbudget eigenverantwortlich und flexibel.
  • Durch die Nutzung von Weiterbildungsangeboten, Fachliteratur und den fachlichen Austausch erweitern wir unser Wissen sowie unsere Fähigkeiten und Fertigkeiten.
  • Über verschiedene Informationsplattformen 10 geben wir unser erworbenes Wissen an das Team weiter.
  • Für die Umsetzung neu entstandener Ideen halten wir uns an unseren Regelkreis „Veränderung umsetzen“.
  • Getroffene Entscheidungen setzen alle im Team gemeinsam um.
  • Jeder übernimmt für sich die Verantwortung, seine Bedürfnisse und Interessen zu äußern. Anstehende Aufgaben und Probleme werden mit den Betroffenen zeitnah diskutiert. Unter Einhaltung der Feedbackregeln geben wir uns sowohl positive als auch kritische Rückmeldungen. Dabei achten wir auf ein ausgewogenes Verhältnis.
  • Das Team übernimmt Verantwortung für Aufgaben - über die Arbeit mit Kindern hinaus11. Diese orientieren sich an den Bedarfen unserer Kindertagesstätte und den Interessen und Fähigkeiten der Mitarbeiter. Dabei achten wir auf eine ausgewogene Verteilung der Aufgaben.
  • Wir schaffen eine Atmosphäre, die es uns möglich macht, tägliche Herausforderungen zu meistern und Freude an der gemeinsamen Arbeit zu erleben.

 

1 sächsischer Bildungsplan, Situationsansatz, einrichtungsbezogene Konzeption, Stellenbeschreibung, Trägersicht, internes Regelwerk für Mitarbeiter
2 „Person die sich mit auf dem Weg macht“,“...die den Weg des Kindes folgt und diese bereichert“,“...als sicherer Ansprechpartner“
3 übersichtlich angeordnetes Material,dass alle Sinne anspricht (mit Nutzungsregeln), auf Kinderhöhe, Zeit und Ungestörtheit, Neugier wecken, herausfordernd, flexibel, individuell, austauschbar , gestaltbar – weniger ist mehr, Ko-Konstrukteure welche Kinder selbst suchen
4 Morgenkreis, gemeinsame Mahlzeiten, Geburtstagsfeiern,...
5 entdecken, erforschen, erkunden, ausprobieren
6 Recht auf Meinungsäußerung, Recht auf Teilhabe, Recht auf Bildung, Schutz vor Gewalt, Essen: Was und wie viel?
7 Offenheit, Neugier, Respekt, Toleranz
8 Elterliche Verantwortung bedeutet für uns die Fürsorge, Bildung und Erziehung ihrer Kinder.
9 Wir veranschaulichen beispielsweise durch Elternbriefe, Aushänge, Fotodokumentationen, Ausstellungen der Arbeiten der Kinder, tägliche Rückmeldungen oder Portfolios.
10 z. B. Teamberatungen, Infobuch, Erziehercafé usw.
11 z. B. Sicherheitsbeauftragter, Hygienebeauftragter, AG Feste und Feiern, Spielothekverantwortlicher,
Lagerverantwortlicher.