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Situationsansatz

Der Situationsansatz wurde in den 70er-Jahren entwickelt und verfolgt das Ziel, Kinder unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft darin zu unterstützen, ihre Lebenswelt zu verstehen und selbstbestimmt, kompetent und verantwortungsvoll zu gestalten.

 

Kinder können ihre Entwicklung aktiv steuern und haben von Beginn an Fähigkeiten, ihre Umwelt altersgemäß zu beeinflussen und zu gestalten. Lernen heißt dabei wirkliche Situationen so zu nutzen, dass Kinder darüber Wissen erwerben. Spezielle Situationen ermöglichen spezielles Wissen anzueignen. Deshalb werden diese Situationen auch Schlüsselsituationen genannt. Diese zu erkennen und daraus Bildungsinhalte abzuleiten, ist Aufgabe eines jeden Erziehers und jeder Erzieherin. Gleichzeitig werden Kindern Freiräume für selbstbestimmtes Handeln gegeben. Das funktioniert dann über eigenständiges forschen, experimentieren und entdecken.

 

Drei Ziele sind von enormer Bedeutung:

Autonomie bedeutet, dass die Eigenständigkeit und die Selbstbestimmung eines Kindes zu fördern sind. Kinder sollen in Entscheidungen altersgerecht einbezogen werden. Ihre Fähigkeiten und Stärken sollen sie dadurch besser kennen lernen und einschätzen können.

Solidarität heißt zu erfahren als Einzelner ein Teil der Gemeinschaft zu sein. Hilfe und Unterstützung erfahren und gleichzeitig Verständnis zu gewinnen, dass mein Handeln Auswirkung auf mein Gegenüber hat.

Kompetenz bedeutet Kinder zu befähigen mit Dingen und Situationen kompetent umzugehen. Kinder benötigen dafür Wissen, dass sie in real vorkommenden Situationen vermittelt wird.

 

Darüber hinaus setzt sich der Situationsansatz aus weiteren Dimensionen zusammen: Der Bezug zu individuellen Lebenssituation, Altersmischung in den Gruppen; die Beteiligung von Kindern, Eltern, Fachkräften und anderen Personen; die Orientierung am Einzugsgebiet; die Integration von Behinderung bedrohten Kindern; das interkulturelle Miteinander u.v.m.